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Prof. Dr. J. Ignacio Cirac
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Prof. Ignacio Cirac erhält den Micius-Quantum-Preis 2018 

Gemeinsam mit Peter Zoller, David Deutsch und Peter Shor erhält Ignacio Cirac die Auszeichnung für wegweisende theoretische Arbeiten zur Entwicklung von Quantenrechnern.

7. Mai 2019

Der Micius-Preis wird von der Micius Quantum Foundation verliehen und zeichnet bedeutende Fortschritte in der Quantenwissenschaft aus - von den ersten konzeptionellen Arbeiten bis hin zu den jüngsten experimentellen Durchbrüchen. Herr Prof. Ignacio Cirac, Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenphysik und Leiter der Theorie-Abteilung, wird mit dieser Auszeichnung für seine Beiträge auf dem Gebiet des Quantencomputing geehrt, insbesondere für “seine herausragenden theoretischen Arbeiten zur skalierbaren Implementierung von Quanteninformationsverarbeitung, wie z. B. das Quantencomputing mit gefangenen Ionen, die Quanten­simulation mit ultrakalten Atomen oder den Quanten-Repeater”.


Der Preis ist nach dem chinesischen Philosophen Micius benannt, der im fünften Jahrhundert v. Chr. lebte und entdeckte, dass sich Licht geradlinig ausbreitet. Bild vergrößern
Der Preis ist nach dem chinesischen Philosophen Micius benannt, der im fünften Jahrhundert v. Chr. lebte und entdeckte, dass sich Licht geradlinig ausbreitet. [weniger]

Die Micius Quantum Foundation hat ihren Sitz an der Chinesischen Universität der Wissenschaften und Technik (USTC) in Hefei und verfolgt das Ziel, die zweite Quantenrevolution voranzubringen. Dies geschieht mittels großzügiger Spenden von bis zu 100 Millionen Yuan seitens privater Unternehmer. Die Stiftung sieht eine ihrer wichtigsten Aufgaben in der Auszeichnung von Wissenschaftlern, die herausragende Beiträge auf den Gebieten der Quantenkommunikation, der Quantensimulation, des Quantencomputing und der Quantenmetrologie geleistet haben.

Der “Micius Quantum Prize” wird heuer zum ersten Mal verliehen und geht an Forscher auf dem Feld der Quantencomputer: Die Preisträger des Jahres 2018 sind Ignacio Cirac, David Deutscher, Peter Shor und Peter Zoller für ihre bahnbrechenden theoretischen Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenalgorithmen und der physikalischen Architekturen von Quantencomputern und –simulatoren, sowie an Rainer Blatt und David Wineland für ihre wegweisenden Experimente, in denen sie elementare Grundlagen für das Quantencomputing mit gefangenen Ionen beweisen konnten.

Die feierliche Preisverleihung findet am 20. September im Rahmen der Internationalen Konferenz für neue Quantentechnologien in Hefei, China, statt. Das Preiskomitee setzt sich zusammen aus Vertretern großer und international renommierter chinesischer Wissenschaftsinstitutionen wie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Pekinger Tsinghua-Universität, der Chinesischen Universität der Wissenschaften und Technik oder der Zhejiang-Universität in Hangzhou.

Zur Person:

Professor Ignacio Cirac wurde 1965 in der spanischen Stadt Manresa geboren. Er studierte theoretische Physik an der Universidad Complutense de Madrid, an der er 1991 promovierte. Seine berufliche Karriere begann er an der Universidad Castilla-La-Mancha, an der er von 1991 bis 1996 als „Professor Titular“ forschte und lehrte. 1996 folgte er einem Ruf an das Institut für Theoretische Physik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an der er seine enge Zusammenarbeit mit Prof. Peter Zoller fortsetzte. Im Jahr 2001 folgte Prof. Cirac dem Ruf als Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, an dem er die Abteilung Theorie leitet.


Als weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Quanteninformation und des Quantencomputing hat Prof. Cirac bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten: 2005 erhielt er unter anderem den „Quantum Electronics Prize“ der European Science Foundation. Im Mai 2006 war er der jüngste Preisträger, dem der renommierte königlich-spanischen Prinz von Asturien-Preis jemals verliehen wurde. Einige weitere Preise erhielt er darüber hinaus gemeinsam mit Prof. Peter Zoller (Universität Innsbruck): 2006 den „International Quantum Communication Award“, 2009 den „Frontiers of Knowledge Award in Basic Sciences“ der spanischen BBVA-Stiftung, 2010 die Benjamin Franklin Medaille sowie 2013 den israelischen Wolf Preis für Physik. Im Jahr 2013 erhielt er die Niels Bohr Medaille, 2015 wurde er mit dem Hamburger Preis für Theoretische Physik geehrt, und 2018 wurde er mit der Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet.


Im Jahr 2016 wurde er als ordentliches Mitglied in die königliche spanische Akademie für Wissenschaften aufgenommen, und in 2018 in die Nationale Akademie für Wissenschaften Leopoldina. Ihm wurden die Ehrendoktorwürden mehrerer Universitäten verliehen: der Universität von Castilla-La Mancha, der Polytechnischen Universitäten von Barcelona und Valencia, der Universitäten von Valencia, Zaragoza und der Europäischen Universität von Madrid.

 
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