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Alle Meldungen aus dem MPQ

Zum zweiten Mal lud MCQST Schülerinnen zum Girls-for-Science-Event an das Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) ein. In Keynote-Vorträgen, einer Podiumsdiskussion, beim Speed-Mentoring und bei exklusiven Einblicken in verschiedene Labore lernten Schülerinnen der 9. bis 12. Klasse die Quantenwissenschaft aus nächster Nähe kennen – und trafen Frauen, die ihre berufliche Zukunft in Forschung, Industrie, Lehre und Wissenschaftskommunikation gestalten.

Die Konzeptkünstlerin Raquel Ribeiro ist im Juni verstorben. In Zusammenarbeit mit dem Künstler Jürgen Jaumann entstanden für das Max-Planck-Institut für Quantenoptik  über viele Jahre hinweg Skulpturen und Kunst-am-Bau-Projekte, die sich mit den Forschungsschwerpunkten des Instituts auseinandersetzten – von Laserspektroskopie und Quantendynamik bis hin zu Quanteninformation und Vielteilchensystemen. Die Zusammenarbeit prägte das Erscheinungsbild des Instituts nachhaltig.

Mit der Otto-Hahn-Medaille zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jährlich bis zu 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für herausragende Leistungen im Rahmen ihrer Promotion aus. Amelie Heinzerling, die am MPQ in der Abteilung von Direktor Ferenc Krausz promovierte, erhielt die Ehrung für ihre wegweisenden Beiträge zur Ultrakurzzeitoptik und Attosekundenforschung. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Jahrestagung der Max-Planck-Gesellschaft in Frankfurt am Main statt.

Das MPQ-PhotonLab ist Partner der kürzlich gegründeten European Quantum Academy (EQA). Das Projekt ist Teil der Quantum-Flagship-Initiative der Europäischen Union. Ziel der EQA ist es, die Vermittlung von Quantum Education europaweit zu koordinieren, den wirtschaftlichen und technologischen Nachwuchs zu fördern und Europa als führenden Quantenstandort zu etablieren. Das PhotonLab beteiligt sich mit innovativen Lernkonzepten, Train-the-Trainer-Formaten sowie ausgewählten Outreach-Angeboten.

Im Nobelpreismuseum in Stockholm entstanden vergangene Woche neue Film- und Fotoaufnahmen der historischen Attochamber. Mit diesem Versuchsaufbau erzeugten Ferenc Krausz und sein Team im Jahr 2001 erstmals Attosekunden-Lichtpulse und legten damit den Grundstein für die moderne Attosekundenphysik. Für diese bahnbrechenden Arbeiten wurde Krausz gemeinsam mit Anne L’Huillier und Pierre Agostini mit dem Nobelpreis für Physik 2023 ausgezeichnet.

Die Universidad Carlos III de Madrid hat MPQ-Direktor Ignacio Cirac die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Auszeichnung würdigt seine wegweisenden Beiträge zur Quanteninformationstheorie. Mit seinen Arbeiten hat Cirac die theoretischen Grundlagen für zentrale Entwicklungen im Bereich des Quantencomputings und der Quantentechnologien mitgeschaffen. Es ist bereits die zehnte Ehrendoktorwürde seiner wissenschaftlichen Laufbahn.

Die American National Academy of Sciences (NAS) hat MPQ-Direktor Ferenc Krausz als internationales Mitglied aufgenommen. Damit würdigt die Akademie seine wegweisenden Beiträge zur Attosekundenphysik und zur Grundlagenforschung insgesamt. Die Mitgliedschaft in der NAS gilt als eine der höchsten Auszeichnungen in der Wissenschaft; pro Jahr wird nur eine begrenzte Zahl internationaler Mitglieder aufgenommen.
 

Am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) erhielten 16 Schülerinnen beim Girls’ Day 2026 Einblicke in Forschung und Berufsalltag. Gemeinsam mit dem Schülerlabor PhotonLab beteiligt sich das Institut seit rund 15 Jahren an der bundesweiten Initiative, die Mädchen und jungen Frauen Berufsfelder näherbringt, in denen sie noch unterrepräsentiert sind. Die Teilnehmerinnen erwartete ein vielseitiges Programm, bei dem das eigene Ausprobieren im Mittelpunkt stand.

Das International Centre for Theoretical Physics (ICTP) und IBM haben den neu geschaffenen Richard Feynman Prize for Quantum Computing an MPQ-Direktor Ignacio Cirac verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt das Preiskomitee seine maßgeblichen Beiträge zu den theoretischen Grundlagen der Quanteninformationsverarbeitung, darunter die Theorie der Verschränkung, die Quantensimulation sowie Tensor-Netzwerk-Methoden. Die Preisverleihung fand am 21. April am ICTP in Triest statt.

Ein Forschungsteam am MPQ hat Quantengatter mit fermionischen Atomen realisiert, die eine Genauigkeit von 99,75 % erreichen. Die dabei erzeugten Quantenzustände sind über zehn Sekunden stabil – ein Rekord. Grundlage der Plattform sind Atome, die denselben quantenmechanischen Regeln folgen wie Elektronen in Materialien und so die direkte Untersuchung fermionischer Systeme ermöglichen. Die in Nature erschienene Arbeit eröffnet einen neuen hybriden Ansatz für Materialforschung, Quantenchemie und komplexe Quantensysteme.

Ferenc Krausz, Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Professor an der LMU München, ist im März in Ungarn mit zwei bedeutenden Preisen ausgezeichnet worden: dem Széchenyi-Preis, der höchsten staatlichen Auszeichnung Ungarns für wissenschaftliche Leistungen, sowie dem Jedlik-Ányos-Preis. Gewürdigt werden damit seine bahnbrechenden Beiträge zur Attosekundenphysik.

Bei der deutschlandweiten Physikmeisterschaft erreichte das vom PhotonLab betreute Team den zweiten Platz, Nikita Petrov gewann zudem den erstmals vergebenen Otmar-Winkler-Preis für die beste Diskussion. Die drei Schüler aus Dachau, dem der Regionalwettbewerb am MPQ zugeordnet ist, haben nun die Chance, in das fünfköpfige Nationalteam aufgenommen zu werden und Deutschland beim internationalen (IYPT) oder beim europäischen (AYPT) Wettbewerb zu vertreten.

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