Immanuel Bloch übergibt "Agenda Quantensysteme 2030" an die Bundesforschungsministerin 

Eine Fachcommunity für Quantentechnologien aus Wissenschaft und Wirtschaft hat neue Leitlinien für ein gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft entwickelt. Gestern wurde das Programm in einer virtuellen Veranstaltung des BMBF verabschiedet.

300 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, zehn Jahre Zeitrahmen und eine zehnmonatige Arbeitsphase - das Ergebnis bildet die neue "Agenda Quantensysteme 2030". Darin erarbeitet sind die Herausforderungen und Forschungsprioritäten rund um das gesamte Themenfeld Quantensysteme, die nun die Leitlinien für ein gemeinsames Handeln von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den nächsten Jahren zeichnen sollen. Fünf Bereiche bekommen dabei besondere Aufmerksamkeit: Quantencomputing und –simulation, Quantenkommunikation, Quantensensorik, unterstützende Technologien für die Umsetzung von Quantensystemen sowie die Öffentlichkeitsarbeit für den Gewinn von Fachkräften und die Information und Aufklärung der Bevölkerung.

(v.l.n.r.) Peter Leibinger, Anja Karliczek und Immanuel Bloch im Anschluss an das Livestream-Event zur Übergabe der "Agenda Quantensysteme 2030".

Immanuel Bloch, Geschäftsführender Direktor am MPQ und Leiter der Gruppe Quantenvielteilchensysteme an MPQ und LMU hat den Entstehungsprozess der neuen Agenda von Beginn an begleitet. Er und Peter Leibinger, Geschäftsführer von TRUMPF, einem Pionierunternehmen im Bereich der Lasertechnik, sind Sprecher des Programmausschusses Quantensysteme und haben die Agenda gestern Abend an die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek übergeben.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, und Immanuel Bloch, Geschäftsführender Direktor am MPQ und Leiter der Gruppe Quantenvielteilchensysteme an MPQ und LMU, beim Livestream zur Verabschiedung der Agenda Quantensysteme 2030.

Wir hoffen, dass wir in zehn Jahren schon sehr greifbare Erfolge, auch industrielle Erfolge, sehen werden. Die Kombination aus Grundlagenforschung und eben jetzt auch die Anwendung in der Praxis haben dem gesamten Feld einen enormen Aufschwung gegeben und diese Dynamik wollen wir jetzt natürlich mitnehmen und darauf auch bauen“, so Immanuel Bloch in seinem Interview in der Veranstaltung gestern. Interessant sei vor allem die „komplexe Wechselwirkung“ gewesen, „die Interessenlagen der unterschiedlichen Parteien: es gibt die Endanwender auf der einen und die Grundlagenforschung auf der anderen Seite. Da gilt es nun die Brücke zu schlagen und das war für mich eine sehr spannende Erfahrung. Ich denke, die Agenda gibt uns hier einen tollen Startpunkt, um das Thema in Deutschland und Europa weiterhin gut aufzubauen", so Bloch weiter. (Die Zitate wurden für diesen Beitrag gekürzt, Anm. d. Red.)

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist in der Videothek des BMBF online verfügbar: https://www.bmbf.de/de/media-video-50050.php??=&ipp=100000&sort=Aktualit%C3%A4t

Weitere Informationen zur Agenda Quantensysteme 2030 finden Sie hier: https://www.bmbf.de/de/uebergabe-der-agenda-quantensysteme-2030-14011.html

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