Startschuss für das Munich Quantum Valley

Bayerns führende Wissenschaftler und Hochschulen unterzeichnen Absichtserklärung für die neue Forschungsinitiative zur Förderung der Quantenwissenschaft und Entwicklung neuer Quantentechnologien. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt mit 300 Millionen Euro.

Ein Quantencomputer, der herkömmliche Rechner in den Schatten stellt, abhörsichere Kommunikationsverfahren und grundlegende Elemente der Quantentechnologie – das sind einige der Ziele, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler künftig im Munich Quantum Valley verfolgen werden. Für die Forschungsinitiative geben der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, die Minister Hubert Aiwanger und Bernd Sibler sowie die Präsidenten der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Thomas O. Höllmann, der Fraunhofer-Gesellschaft Reimund Neugebauer, der Ludwig-Maximilians-Universität München Bernd Huber, der Max-Planck-Gesellschaft Martin Stratmann und der Technischen Universität München Thomas F. Hofmann am 11. Januar 2021 mit einer Absichtserklärung den Startschuss. Das Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) ist mit seinen Pionierleistungen auf dem Feld eine zentrale wissenschaftliche Säule des Projekts.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Martin Stratmann nach der gemeinsamen Unterzeichnung der Absichtserklärung zur neuen Forschungsinitiative Munich Quantum Valley.

Mit dem Munich Quantum Valley als zentralem Element der bayerischen Quanteninitiative wollen die Partnerorganisationen in den kommenden 10 Jahren die Entwicklung der Quantenwissenschaft und -technologie auf nationaler und internationaler Ebene vorantreiben. Der Freistaat Bayern stellt hierfür vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags insgesamt 300 Millionen Euro, davon 120 Millionen Euro bereits in den Jahren 2021 und 2022, zur Verfügung. Derart gestärkt wird sich das Munich Quantum Valley auch um eine Förderung des Bundes bewerben, der die Entwicklung von Quantentechnologien im Rahmen des Zukunftspakets Deutschland mit zwei Milliarden Euro unterstützt.

Immanuel Bloch, Geschäftsführender Direktor und Leiter der Abteilung Quanten-Vielteilchensysteme am Max-Planck-Institut für Quantenoptik kommentiert den Auftakt des Projekts:

“Die von der bayerischen Staatsregierung unterstützte Initiative des Munich Quantum Valley ist ein wichtiger Startschuss zur weiteren Entwicklung der Quantentechnologien am Forschungs- und High-Tech Standort München und in ganz Bayern. Das Max-Planck-Institut für Quantenoptik ist eine tragende Säule dieses Projekts, das die Arbeit am Institut in den nächsten Jahren entscheidend prägen wird. Sie eröffnet neue Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der Industrie, den Münchner Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Bayern und darüber hinaus. Wir freuen uns sehr über eine gemeinsame Münchner Strategie zur Förderung und Entwicklung der Quantentechnologien und dem Quantencomputing im Besonderen.

In einer Sendung des Bayerischen Rundfunk am 11. Januar erklärt Immanuel Bloch noch einmal die Hintergründe und den Nutzen der Initiative: 

https://www.br.de/mediathek/podcast/iq-wissenschaft-und-forschung/munich-quantum-valley-initiative-soll-quantenwissenschaft-in-bayern-foerdern/1815447

Dies ist eine Kurzfassung. Den originalen Artikel in voller Länge lesen Sie hier: https://www.mpg.de/16243526/munich-quantum-valley

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