Dr. Eleftherios Goulielmakis erhält "IUPAP Young Scientist Prize in Optics"

Er wird damit für seine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Attosekundenphysik, insbesondere bei der Erzeugung von Attosekunden-Pulsen ausgezeichnet.

23. Juni 2010
Dr. Eleftherios Goulielmakis

Die International Commission of Optics (ICO) sowie die Commission of the International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP), die den Preis vergibt, haben Dr. Eleftherios Goulielmakis, einem jungen Nachwuchswissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München, den „2009 IUPAP Young Scientist Prize in Optics” zuerkannt. Dr Goulielmakis wird damit für seine „herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Attosekundenphysik, insbesondere bei der Erzeugung von Attosekunden-Pulsen und ihrer Anwendung für die direkte Messung von Lichtwellen” ausgezeichnet. Den „IUPAP Young Scientist Prize in Optics” erhalten Wissenschaftler, die in einem Zeitraum von maximal acht Jahren nach der Promotion wichtige Beiträge zur Angewandten Optik und Photonik geleistet haben.

Dr. Eleftherios Goulielmakis wurde 1975 in Heraklion (Griechenland) geboren. Er studierte Physik an der Universität Kreta (Griechenland), an der er in den Jahren 2000 bzw. 2002 den Bachelor- und den Master-Abschluss bekam. Im Jahr 2005 promovierte er in Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Gegenwärtig arbeitet er als Wissenschaftler in der Abteilung für Attosekundenphysik von Prof. Ferenc Krausz am MPQ. Er ist sowohl einer der Projektleiter am „Munich-Centre for Advanced Photonics (MAP)” als auch assoziierter Professor für Physik an der Pohang University of Science and Technology (POSTECH) in Südkorea. 2007 wurde er mit dem Foteinos Preis der Akademie von Athen ausgezeichnet.

Der Forschungsschwerpunkt von Dr. Goulielmakis ist die Physik ultraschneller Prozesse. Insbesondere beschäftigt er sich mit der Entwicklung und der Anwendung von präzise kontrollierten Lichtpulsen in einem weiten Bereich des elektromagnetischen Spektrums, vom Infraroten bis zum Röntgenlicht. Diese Lichtpulse ermöglichen Einblicke in fundamentale, in Atomen und Molekülen ablaufende Prozesse mit einer Auflösung, die gewissermaßen „Schnappschüsse“ von der extrem schnellen Bewegung der Elektronen erlaubt. Die Elektronenbewegung gehört zu den schnellsten Vorgängen im Mikrokosmos und bestimmt die fundamentalen Eigenschaften der Materie. Ihre Beobachtung ermöglicht nicht nur Einblicke in atomare und molekulare Prozesse, sondern ist auch die Grundlage für technologische Fortschritte. So lassen sich mit nanoskaliger Elektronik Schaltungen verwirklichen, die tausendmal schneller als bisherige Anwender-Hardware sind.

Auf Einladung des Preiskomitees wird Dr. Goulielmakis bei einer der kommenden ICO-Versammlungen einen Vortrag über sein Arbeitsgebiet halten. Bei dieser Gelegenheit wird er im Rahmen einer Festveranstaltung den Young Scientist Prize in Empfang nehmen. Olivia Meyer-Streng

Kontakt:

Dr. Eleftherios Goulielmakis
Max-Planck-Institut für Quantenoptik
Laboratory for Attosecond Physics
Hans-Kopfermann-Str. 1, 85748 Garching
Telefon: +49 (0)89 / 32 905 -632
E-Mail:   Eleftherios.Goulielmakis@mpq.mpg.de
www.mpq.mpg.de

Dr. Olivia Meyer-Streng
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Quantenoptik, Garching
Telefon: +49 (0)89 / 32 905 -213
E-Mail:   olivia.meyer-streng@mpq.mpg.de

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