Ferenc Krausz erhält den Bayerischen Maximiliansorden

Dem Nobelpreisträger wird die höchste Ehrung des Freistaates Bayern auf den Gebieten der Wissenschaft und Kunst verliehen

Ferenc Krausz, Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Lehrstuhlinhaber an der Ludwig-Maximilians-Universität München, erhält den renommierten Maximiliansorden. Mit der Auszeichnung ehrt der Freistaat seine Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Attosekundenphysik, für die er bereits mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. Ministerpräsident Markus Söder überreichte Ferenc Krausz den Orden am 6. Februar 2024 in der Bayerischen Staatskanzlei.

Der Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst – den Ministerpräsident Markus Söder in seiner Ansprache als „Nobelpreis in Weiß-Blau“ bezeichnete – ist die höchste staatliche Ehrung, die Forscher:innen und Künstler:innen in Bayern erhalten können: „Es ist ein Preis, den man nicht kaufen oder erben kann, sondern den man sich verdienen muss,“ erklärte Markus Söder bei der Verleihung.

Professor Ferenc Krausz ist ein weltweit anerkannter Physiker und Mitbegründer der Attosekundenphysik: Ihm und seinem Team gelang es erstmals, Laserblitze zu erzeugen, die nur wenige 100 Attosekunden andauern. Eine Attosekunde ist eine beinahe unvorstellbar kleine Zeiteinheit, die dem Milliardstel einer Milliardstel Sekunde entspricht. Diese ultrakurzen Laserpulse ermöglichen die Echtzeit-Beobachtung von Elektronenbewegungen. Die daraus resultierenden zukünftigen Anwendungen sind vielfältig. Neben der Entwicklung einer leistungsfähigeren Elektronik könnten neue Erkenntnisse über Elektronenbewegungen auch die Früherkennung von Krankheiten erheblich verbessern.

„Ich bedanke mich herzlich für diese Auszeichnung – es ist eine große Ehre, mich in den Kreis der illustren Träger dieses Ordens eingereiht zu wissen“, erklärte Ferenc Krausz in seiner Dankesrede, „daneben gilt mein Dank auch den hervorragenden Forschungsbedingungen in Bayern.“

Der Bayerische Maximiliansorden wurde ursprünglich von König Maximilian II. von Bayern ins Leben gerufen. In seiner jetzigen Form existiert er seit 1980, die Anzahl der lebenden Ordensträger ist laut Gesetz auf 100 beschränkt. Neben Ferenc Krausz erhielten bereits die MPQ-Direktoren Immanuel Bloch und Theodor Hänsch die hohe Auszeichnung.

Im Anschluss an die Verleihung nahm Ferenc Krausz an der Kabinettssitzung teil: „Wir hatten heute einen der klügsten Menschen der Welt zu Gast im Kabinett. Sein Nobelpreis ist Aufgabe und Ansporn für Bayern, damit wir mit unserer Hightech Agenda weiterhin beste Bedingungen für beste Forschung bieten können“, heißt es dazu im offiziellen Statement von Ministerpräsident Markus Söder.

 

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