Die Attochamber: vom Labor zum Nobelpreismuseum

Vergangene Woche reisten Thorsten Naeser, Dr. Veit Ziegelmaier und Kameramann Géza Morossy aus der PR-Abteilung nach Stockholm, um im Nobelpreismuseum Film- und Fotoaufnahmen rund um das historische Experiment „Attochamber“ zu erstellen. Im Jahr 2001 gelang es Professor Ferenc Krausz und seinem Team mit diesem Versuchsaufbau erstmals, Attosekunden-Lichtpulse zu erzeugen. Damit legten sie den Grundstein für die moderne Attosekundenphysik. Dieses Forschungsgebiet macht Bewegungen von Elektronen sichtbar – die schnellsten Vorgänge außerhalb des Atomkerns. Für diese Leistungen erhielt Ferenc Krausz gemeinsam mit Anne L’Huillier und Pierre Agostini den Nobelpreis für Physik 2023.

Ein Höhepunkt des Besuchs war die Aufzeichnung eines Statements von Ulf Larsson, dem Chefkurator des Nobelpreismuseums. Er hob die besondere Bedeutung der Attochamber für das Museum hervor. Sie stehe nicht nur für einen Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte, sondern auch für Neugier, Kreativität und den Mut, wissenschaftliches Neuland zu betreten.

Die im Museum ausgestellte Attochamber ist ein originalgetreuer Nachbau, der mehrere Bauteile des historischen Experiments enthält. Sie gehört inzwischen zur Dauerausstellung des Nobelpreismuseums. Ergänzt wird sie durch einen Film, der aktuelle Entwicklungen in der Attosekundenforschung zeigt und mögliche Anwendungen in der frühen medizinischen Diagnose schwerer Erkrankungen vorstellt.

Besonders eindrucksvoll ist die Platzierung der Attochamber innerhalb der Ausstellung. In unmittelbarer Nähe werden wissenschaftliche und historische Dokumente von Albert Einstein präsentiert. So entsteht eine Verbindung zwischen den frühen Meilensteinen der modernen Physik und den heutigen Entwicklungen des Fachgebiets.

Während des Besuchs war das Museum sehr gut besucht, und das Interesse an der Attochamber war deutlich spürbar. Viele Besucherinnen und Besucher nahmen sich Zeit, den Versuchsaufbau zu betrachten und den begleitenden Film anzusehen. Der Besuch machte deutlich, welche Rolle die historische Attochamber dabei spielt, moderne Spitzenforschung einem internationalen Publikum näherzubringen.

 

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