Ein Tag als Quantenoptikerin – Girls’ Day 2026 am MPQ

Vorträge, Experimente und vor allem: selbst ausprobieren

Beim Girls’ Day 2026 am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) erhielten 16 Schülerinnen Einblicke in Forschung und Berufsalltag. Gemeinsam mit seinem Schülerlabor PhotonLab beteiligt sich das Institut seit rund 15 Jahren an der bundesweiten Initiative, die Mädchen und jungen Frauen Berufsfelder näherbringt, in denen sie noch unterrepräsentiert sind.

Die 16 Teilnehmerinnen erwartete auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programm aus Vorträgen, Experimenten und Laborbesuchen – mit besonderem Fokus auf dem eigenen Ausprobieren. Nach einer Einführung in das Institut und seine Forschung ging es direkt ins Schülerlabor PhotonLab. Dort führten die Teilnehmerinnen eigene Experimente durch – und stellten schnell fest: Wer forschen will, muss auch mal länger stehen.

Sogar die Mittagspause wurde praktisch genutzt: Bei Experimenten mit flüssigem Stickstoff lernten die Teilnehmerinnen dessen besondere Eigenschaften kennen. So wurde aus Joghurt, Zucker und gefrorenen Beeren frisches Eis hergestellt. Zudem konnten die Schülerinnen beobachten, wie in flüssigem Stickstoff gefrorene Rosen beim Zerbrechen in kleine Stücke zerschellen.

„Ich fand es toll, so viele interessierte Mädchen zu sehen, und ganz besonders hat mich diesmal gefreut, dass zwei Teilnehmerinnen sich mit dem Michelson-Interferometer beschäftigt und am Ende die Wellenlänge von Licht korrekt bestimmt haben“, erklärt Dr. Silke Stähler-Schöpf, Leiterin des Schülerlabors. „Wir unterstützen die Initiative seit 15 Jahren, also von Anfang an, und ich freue mich jedes Jahr auf das Event.“

Nach einem Besuch in der feinmechanischen Werkstatt, bei dem Werkstattleiter Michi Rogg und die Auszubildende Sára Metalová über ihre Arbeit berichteten, ging es anschließend in die Forschungspraxis. Doktorandin Carlotta Versmold stellte ihre Arbeit vor und führte die Gruppe durch ihr Labor. Dort konnten die Teilnehmerinnen unter anderem ein Interferometer im Einsatz sehen und so einen direkten Einblick in die experimentelle Arbeit gewinnen.

Den Abschluss bildete wie immer ein Kahoot-Quiz zu den Inhalten des Tages, bei dem die besten drei Schülerinnen Preise erhielten.

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