Erfolg für IXI-Team im GYPT-Bundeswettbewerb

Bei der deutschlandweiten Physikmeisterschaft erreichte das vom PhotonLab betreute Team den zweiten Platz.

Beim 13. Bundeswettbewerb des GYPT (German Young Physicists Tournament) wählte eine 40-köpfige Jury aus 84 Schülerinnen und Schülern die zwölf besten aus – darunter das Team, das sich mit Unterstützung des MPQ-Schülerlabors PhotonLab auf das Turnier vorbereitet hatte. Die drei Teammitglieder erreichten den zweiten Platz, Nikita Petrov gewann zudem den erstmals vergebenen Otmar-Winkler-Preis für die beste Diskussion. Drei Schüler des Standortes Dachau, dem der Regionalwettbewerb am MPQ zugeordnet ist, haben nun die Chance, ins fünfköpfige Nationalteam aufgenommen zu werden und Deutschland beim internationalen (IYPT) oder beim europäischen (AYPT) Wettbewerb zu vertreten.

Beim GYPT stehen eigenständiges Forschen und Diskussion im Mittelpunkt: Die Teams untersuchen über mehrere Wochen oder Monate ein physikalisches Problem, präsentieren ihre Ergebnisse in englischen Kurzvorträgen und treten in einen direkten Austausch mit den Gegnern. „Der Wettbewerb ist sehr kommunikativ – der Frauenanteil liegt deshalb bei bis zu 40 Prozent, und die Schülerinnen und Schüler gehen in den Diskussionen sehr in die Tiefe“, erklärt Silke Stähler-Schöpf, Leiterin des MPQ-Schülerlabors.

Im Team IXI widmete sich jedes Mitglied einem anderen Physikrätsel. Nikita Petrov untersuchte Problem Nummer 2, Electrical Damping: Ein Magnet hängt an einer Feder und schwingt durch eine Spule. Dabei spielen neben der klassischen mechanischen Dämpfung auch komplexe elektromagnetische Effekte eine Rolle. Der Gymnasiast überzeugte nicht nur mit seiner Präsentation, sondern gewann zusätzlich den erstmals vergebenen Otmar-Winkler-Preis für die beste Diskussion.

Ayush Yadav arbeitete am Thema The Singing Ruler und analysierte den Klang eines Lineals, das nach einem Stoß zu schwingen beginnt. Mihailo Mascecic baute einen Monochromater aus einer Zuckerlösung mit zwei Polarisationsfiltern. Neben Nikita und Ayush ist auch Philipp Klippel eine Runde weiter. Er präsentierte ein modifiziertes „Newton’s Cradle“, bei dem die Kugeln aus Magneten bestehen, die sich gegenseitig abstoßen.

Die gute Vorbereitung durch das PhotonLab trug wesentlich zum Erfolg bei. „Dieses Jahr lief es besonders erfolgreich“, sagt Leiterin Silke Stähler-Schöpf. „Unsere Werkstudenten haben das Team optimal vorbereitet, und die Schülerinnen und Schüler haben viel Zeit investiert und unsere Jury hat beim Regionalwettbewerb am MPQ die richtigen ausgewählt.“

Jonas Hamp, Werkstudent im MPQ-Schülerlabor, betreut seit 2022 jedes Jahr neue Teams: „Als ehemaligen Teilnehmer und heutigen Betreuer fasziniert mich dieser Wettbewerb seit nunmehr neun Jahren und hat mich seither nicht mehr losgelassen“, berichtet er.

„Wir sind stolz, dass eines unserer Teams eine Silbermedaille bekommen hat – und hoffen sehr, dass der eine oder andere zum IYPT fahren darf“, schließt Stähler-Schöpf.

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