Ignacio Cirac erhält den Prix de l’Académie

MPQ-Direktor Ignacio Cirac erhält den Prix de l’Académie, die höchste Auszeichnung der Königlichen Akademie Belgiens, für seine bahnbrechenden Beiträge zur Quantenphysik.

13. November 2025

Im Oktober 2025 erhielten Ignacio Cirac und Peter Zoller den Prix de l’Académie in Brüssel für ihre wegweisenden theoretischen Arbeiten, die das Fachgebiet über Jahrzehnte geprägt haben. Der Preis ehrt ihre Forschung, die „einen tiefgreifenden Einfluss auf die Atomphysik, Quantenoptik und Quanteninformation hatte und die Grundlage für die heutigen Entwicklungen in den Quantentechnologien legte“.

„Ich freue mich sehr, diese Auszeichnung gemeinsam mit meinem lanjährigen Kollegen Peter Zoller zu erhalten, mit dem ich in der Vergangenheit gearbeitet habe und auch heute noch kollaboriere. Mein Dank gilt allen Mitgliedern meiner Abteilung – früher wie heute –, denn sie sind es, die für den Großteil der ausgezeichneten Forschung verantwortlich sind“, erklärt Preisträger Ignacio Cirac.

Die theoretischen Arbeiten von Cirac und Zoller haben nicht nur das Verständnis der Quantenphysik entscheidend vertieft, sondern auch zahlreiche experimentelle Fortschritte angestoßen. Sie entwickelten zentrale Konzepte für Quantencomputer auf Basis von Ionenfallen, neutralen Atomen und anderen physikalischen Systemen und trugen mit ihrer Arbeit zu optischen Gittern maßgeblich zur Etablierung des Feldes der Quantensimulation bei. Zudem waren sie die Ersten, die das Konzept der Quantenrepeater einführten und zeigten, wie sich diese experimentell umsetzen lassen.

Ignacio Cirac leitet seit 2001 die Theorie-Abteilung am Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Mit dem Prix de l’Académie erweitert er eine lange Liste internationaler Auszeichnungen, darunter neun Ehrendoktorwürden, die Mitgliedschaft in der US-amerikanischen National Academy of Sciences sowie ein Falling Walls Award.

 

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