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Hintergrund

 Im Experiment wurde das Bose-Einstein-Kondensat zum ersten Mal 1995 von einer amerikanischen Gruppe in Bolder beobachtet. Doch die Vorhersage des Phänomens war wesentlich früher: Sie stammt aus dem Jahre 1924 – es hat also über 70 Jahre gedauert, bis diese Theorie bestätigt werden konnte. Satyendra Nath Bose ( 1894-1974 ) und Albert Einstein ( 1879-1955 ) schafften die theoretischen Grundlagen. Mittlerweile ist es mehreren Gruppen, allein davon drei in Deutschland, gelungen diese neue Materieart im Labor herzustellen. Bose gab einen Artikel über die statistische Verteilung von Teilchen mit ganzahligem Spin heraus, heute nach ihm Bosonen genannt. Er behauptete, dass es bei dieser Teilchenart nicht nur möglich ist, dass zwei oder mehr den gleichen Zustand besetzen, sondern dass sie diese Situation sogar noch bevorzugen. Einstein zog daraus die Folgerung, dass bei einer bestimmten Temperatur alle Bosonen eines Systems den Grundzustand besetzen, sobald die quantenmechanischen Wellenfunktionen der Teilchen zu überlappen beginnen. Das hat zur Folge, dass der Mikrokosmos der Quantenmechanik makroskopische Eigenschaften zeigt.

Im Münchner Labor wurde das Bose-Einstein-Kondensat Januar 1998 beobachtet. Das stellt die Voraussetzung für den Atomlaser dar. Der Münchner Gruppe gelang im September 1998 einen Atomlaser mit kontinuierlichem Auskoppler zu demonstrieren.  Amerikanische Gruppen konnten  zuvor bereits  gepulste Auskoppelmechanismen realisieren.